Tuesday, June 06, 2006

Der spanische Masterstitel 2006 im Wasserball geht nach Deutschland!
Die dritten offenen spanischen Mastersmeisterschaften gingen am Pfingstwochenende in Cuenca mit einem Erfolg der deutschen Wasserballmannschaft zu Ende.
In der AK 35+ und 40 + konnte der Gronauer Jogi Hagemann zunächst nur mit Mühe ein Team auf die Beine stellen. Heraus kam eine illustre Kombination aus 6 deutschen Spielern, die sich mit 2 Spielern von Polytechnic London, nämlich dem Linkshänder Rhys Tamlin und dem Torwart Paul Annegarn verstärkten.
Aus deutschen Landen waren Rainer Osselmann, Jörg Drescher, Arjan Brands, Kalle Pütz, Jogi Hagemann und Marcus Weber am Start.
Insgesamt war man so zwar nicht mit reichlich Auswechselspielern bestückt, aber dafür waren alle Positionen qualitativ ziemlich gut besetzt.
So konnten die Qualifikationsspiele deutlich gegen Rotterdam und die Madrider Mannschaft der AK 35+ gewonnen werden.
Gleichermaßen erfolgreich in den Punkten war allerdings die Mannschaft von Real Canoe 40+ , ebenfalls aus Madrid.
Die Deutschen bekamen in dem Qualifikationsspiel gegen dieses Team einen Eindruck von dem Siegeswillen der Spanier, die mit 13 Spielern wohl das Ziel hatten, die deutsch-englische Mix - Combo an den Rand ihrer konditionellen Fähigkeiten zu bringen.
Der Plan war gut, alleine in der Ausführung hatten sich die Spanier dann doch verrechnet. Mit 6 : 8 mussten sie sich Madrilenen zum ersten Mal geschlagen geben und der hoffnungsvolle Begriff "manjana", also "morgen" wurde als Parole für das Endspiel am Sonntag ausgegeben.
Der Gastfreundschaft der Spanier tat das Ergebnis offensichtlich keinen Abbruch. Die Finalisten aus Deutschland wurden in der Nacht zum Sonntag auf das Großzügigste bewirtet. Die Hoffnung, die 8 Deutschen auf diese Art entscheidend zu schwächen erwies sich als sehr trügerisch, zumal die langjährige Erkenntnis des starken Centerverteidigers Osselmann, dass Gerstensaft Germanenkraft bedeutet offensichtlich von den Spaniern verkannt wurde.
Nichtsdestoweniger wurde das Finale eine äußerst spannende Angelegenheit.
Gleich im ersten Viertel konnten sich die Deutschen mit 2 Toren Vorsprung absetzen, was allerdings die spanischen Kräfte zunächst mobilisierte, denn es ging den Madrilenen auch um die Ehre, die eigenen Mastersspiele nicht zu verlieren. Die Partie gewann dadurch zusehends an Dynamik und teils war auch eine gewisse latente Aggressivität spürbar, als Center Jörg Drescher leicht verletzt kurz pausieren musste. Die Schiedsrichter hatten das Spiel jedoch einigermaßen unter Kontrolle und beim Stand von 5 : 4 für die Deutschen ging es ins letzte Viertel.
Jetzt zeigte sich, dass sich die wenigen Spieler des Kombi Teams bestens aufeinander eingestellt hatten und mit starkem Einsatz und einer gewissen Coolness konnten sie das Finale knapp aber verdient schließlich mit 8 : 7
gewinnen. Dementsprechend geht der spanische Meistertitel 2006 nach Deutschland. Der Pokal findet zunächst in Gronau einen einschlägigen Platz und kann und soll auch wohl noch mal in interessierten Kreisen gefeiert werden.
Wer den Titel in 2007 verteidigen wird muss sich noch herausstellen, ist aber sicher in jeder Hinsicht eine erfreuliche Herausforderung.

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