Fantastisches Wasserballturnier der Masters in Gronau
Am vergangenen Wochenende gab es im Freibad Wasserball auf höchstem Niveau zu sehen. Bei strahlendem Sonnenschein zeigten sich vor allem die deutschen Elitespieler aus Berlin und Duisburg in glänzender Spiellaune und konnten sich im internationalen Feld der 10 Mannschaften ganz oben platzieren. Den "Alten Säcken" aus Gronau gelang ein glanzvoller dritter Platz, der vor allem durch die starken Gastspieler Jörg Drescher und Torsten Beer erkämpft wurde.
Zunächst zeigte sich in der Vorrunde der zwei Spielgruppen wie eng das Feld beieinander lag. Die Gronauer konnten im Eingangsspiel gegen die Finnen nur hauchdünn mit einem Tor Vorsprung gewinnen. Etwas deutlicher konnten sie sich mit 9:6 gegen die Nachbarn aus Holland durchsetzen und schließlich die etwas schwach besetzte Mannschaft aus Cannstatt mit 9:4 schlagen. Dagegen zeigten sich die Gäste aus Navarra wesentlich kämpferischer und mit dem dynamischen Temperament der Spanier wiesen sie die Gronauer in der Vorrunde zunächst mit 7:5 in die Schranken. Jedenfalls konnten sich diese zwei Mannschaften für die Halbfinalspiele qualifizieren. In der anderen Gruppe kämpften die deutschen Topmannschaften mit zahlreichen ehemaligen Nationalspielern gegen die Gäste aus London und Madrid . Auch in dieser Gruppe gab es zunächst enge Spielstände, aber am Ende zeigte sich doch eine deutliche Überlegenheit der immer noch erstaunlich leistungsstarken Spieler aus Berlin und Duisburg ab. So standen sich dann am Sonntag zunächst die Berliner Moby Dicks und die Gronauer "Alten Säcke" im ersten Halbfinalspiel gegenüber. In einer etwas einseitigen Partie zeigten sich die Gronauer ziemlich lustlos und hatten in der Tat nicht eine wirkliche Chance, sich gegen die ehemaligen vielfachen deutschen Meister durchzusetzen. Ähnlich erging es den Spaniern aus Navarra gegen die Duisburger, welche dieses Match mit 9:2 für sich entschieden. Nach einem durchdringenden Teamtalk vor dem entscheidenden Spiel um Platz drei gingen die Gronauer dann deutlich aggressiver gegen die Spanier aus Navarra zu Werke. Da sich die Spanier offensichtlich für eine reine Pressdeckung entschieden hatten, konnten die Gronauer ein ums andere Mal ihren starken Centerspieler Jörg Drescher bedienen, der in diesem Spiel den richtigen Touch zum Ball hatte und bereits im ersten Viertel einen blitzsauberen Hattrick hinlegte. Auch in den anderen Spielvierteln blieben die Gronauer durchweg überlegen und gewannen die Partie schließlich mit 11:7.
Begeisternden Sport boten schließlich die Finalisten aus Duisburg und Berlin. In einer durchweg ausgeglichenen Partie war trotz der durchgängigen knappen Führung der Duisburger immer alles offen. Die Schiedsrichter hatten dabei einige Mühe die spitzfindigen Spielzüge und sehr kämpferischen Einsätze am Mann richtig und für das Spiel konstruktiv zu bewerten. Es gelang Ihnen allerdings in allen Phasen des hochklassigen Spiels die Neutralität zu wahren. Die Teams gingen mit einem Unentschieden in die letzte Spielminute und zunächst sah es so aus als würden die Duisburgern in ihrem letzten Angriff den Sack zumachen können, doch Alexander Plotz drückte den Ball vor seinem Torwurf regelwidrig etwas unter Wasser und den daraus folgenden Konter schlossen die routinierten Berliner eiskalt 10 Sekunden vor Abpfiff mit einem Siegtreffer ab.
Der Endstand des Turniers sah damit wie folgt aus: Turniersieg für die Moby Dicks aus Spandau, zweiter Platz für den ASC Duisburg, dritter Platz für die "Alten Säcke", Platz 4 für Navarra, fünf für die Finnen, sechs für Neustadt, sieben für Polytechnic London, acht für Losser, 9 für die Madrilenen und Platz 10 für die Mannschaft aus Cannstatt.
Die Mannschaften lobten bei der anschließenden Siegerehrung ausdrücklich die perfekte Organisation des Turniers, die heitere und freundschaftliche Atmosphäre untereinander und das durchweg hohe Niveau des gesamten gastronomischen Services während des Turniers. Die Gronauer versprachen, sich für das folgende 10te internationale Turnier in 2009 wiederum ein abwechslungsreiches Programm vorzunehmen.
Für die "Alten Säcke" war dieser dritte Platz die beste Platzierung in allen bisherigen 9 internationalen Mastersturnieren . Sie spielten in folgender Besetzung: Gerd Hendrikson, Jörg Drescher, Torsten Beer , Daniel Voss, Bernd van den Bosch, Ingmar Keibel, Martin und Josef Huke, Hannes Schlamann, Thomas Michl, Erle Knackstedt und Jogi Hagemann.


2 Comments:
Hallo „Alte Säcke“!
Herzlichen Glückwunsch zum hervorragenden 3. Platz im Turnier. Mit Unterstützung von Jörg, Torsten, und Daniel sind wir um Längen besser. Ich freue mich für euch und wäre gerne dabei gewesen. Wir sehen uns demnächst beim Training.
Viele Grüße vom „Alten Sack“ Werner
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